12. Oktober bis 20. November 2011

Uwe Wirthwein: Mit dem Eissegler auf dem Baikalsee 1988

Robert Conrad in Jerewan, 1985

André Nickl: In Swanetien 1982
Wer dem DDR-Alltag mal entfliehen, andere Landschaften und Kulturen erleben wollte, dem stand die Welt mit gerade mal fünf Ländern offen. Was blieb denjenigen, die wahre Abenteuer und das wirklich Fremde suchten? Einzig die Sowjetunion, dieses Riesenreich mit gigantischen Hochgebirgen und exotisch anmutenden mittelasiatischen Republiken und der Verheißung des Arbeiterparadieses.
Jedoch durfte das Land nur besuchen, wer sich auf kontrollierte Gruppenreisen einließ, die Einladung eines Sowjetbürgers vorweisen konnte oder ein bürokratisches Schlupfloch kannte. Eine Vielzahl abenteuerlustiger junger Menschen wagte diesen Schritt. Wochenlang reisten sie zu Fuß, per Anhalter oder gar 3000 km mit dem Fahrrad vom Baltikum bis zum Kaukasus, durch die Steppe und die Tundra bis nach Sibirien.
In der Ausstellung, die bereits in Berlin, Dresden und Neubrandenburg zu sehen war, werden bislang unveröffentlichte Fotoserien, Dokumente und Schmalfilme aus den siebziger und achtziger Jahren präsentiert, die von der Faszination erzählen, die dieses Land ausstrahlte. Hinter jedem Bild steckt eine Geschichte, die von der abenteuerlichen Art des Reisens zeugt und wie es ist, wenn man sich ohne gültige Papiere „unerkannt durch Freundesland“ bewegt.
Ausstellungseröffnung: am 12.10. 2011, um 19 Uhr
Der gleichnmige Film des WDR von Cornelia Klauss ist ab dem 23.10.2011 auf Anfrage in der Ausstellung zu sehen. (45 min - mit Reiseaufnahmen und neuen Bildern der Routen und Reiseziele)
Ausstellungsbegleitende Lesung am 09.11. 2011 aus dem Buch „Unerkannt durch Freundesland“
Vortrag am 16.11. 2011 mit Steffen Graupner „Russland heute – Rentiernomaden im weißen Land des neuen Morgens“
Gefördert wird die Ausstellung vom Hauptstadtkulturfonds, der Bundeszentrale für politische Bildung und der Deutschen Gesellschaft e. V. Kuratorin: Cornelia Klauß Ausstellungsdesign und Architektur: Karl Karau