Jetzt gibt es den Planetenweg auch als Kartenschuber für das heimische Bücherregal, Kostenpunkt 7,50 Euro. In ihm findet man astronomische Daten, mythologische Geschichten und Wissenswertes aus Jena zusammengefasst und durch 8 Tuschezeichnungen des Jenenser Künstlers Ekkehard C. Engelmann illustriert. Die informativen Karten gestaltete die Agentur timespin aus Jena.
Erhältlich ist der Planetenweg-Kartenschuber bei uns in der Galerie Stadtspeicher Jena, in der Tourist Information Jena, in der Universitätsbuchhandlung Thalia der Neuen Mitte sowie im Planetarium Jena. Oder Sie bestellen per Mail: info(at)stadtspeicher.de. Ihre Bestellung sollte die Anzahl der der Schuber, die Rechnungs- und Lieferadresse sowie Ihre Telefonnummer enthalten. Bitte beachten Sie, dass Versandkosten von 1,80 € berechnet werden. Die Rechnung liegt der Sendung anbei. Oder Sie bestelen über den Jena Webshop. [Link hier]
Der Planetenweg wurde anlässlich des Internationalen Jahres der Astronomie 2009 in der Stadt Jena eingeweiht. Neben dem Versuch, Ihnen die unermesslichen Dimensionen unseres Sonnensystems begreifbar zu machen, verbindet er für Sie Gebäude, die in Jenas Geschichte von großer Bedeutung sind. So ist die Friedrich-Schiller-Universität Jena die einzige Universität Europas, die seit ihrer Gründung im Jahr 1558 ununterbrochen Astronomie lehrte. Carl Zeiss gründete hier 1846 seine feinmechanisch-optische Werkstatt, die zu Weltruhm gelangte. Ernst Abbes theoretische Arbeiten und Otto Schotts Wirken mit dem Jenaer Glaswerk seit 1884 forcierten den wissenschaftlichen Gerätebau enorm. Unter Walter Bauersfeld erfolgte bei Carl Zeiss Jena die Entwicklung des Projektionsplanetariums, das 1923 vorgestellt wurde. 1926 öffnete das Jenaer Zeiss-Planetarium seine Türen für die Öffentlichkeit. Die Reformpädagogik der 20er Jahre führte in Jena zu vielfältigen Schulformen, die sich heute in der Stadt und weltweit wieder finden. Die Universitätssternwarte in Großschwabhausen nahe Jena ist in die internationale astronomische Forschungsgemeinschaft eingebunden.
Ihr Ausgangspunkt des Pfades ist der Stadtspeicher Markt 16 mit der leuchtenden Sonne, gestaltet und ausgeführt von Anke Neumann in Lichtpapier. Ihr Durchmesser von etwa 2 Metern entspricht einem Maßstab von 1: 695.000.000. Ausgehend von diesem Standpunkt finden Sie die Planeten des Sonnensystems in den entsprechenden Entfernungen und Größendarstellungen, gelegen im Zentrum Jenas bis nach Großschwabhausen.
Wenn Sie auf dem Planetenweg mit 1,5 Stundenkilometern wandern, entspricht das in unserem Modell der Lichtgeschwindigkeit. Sie passieren den Merkur am historischen Rathaus in 3,2 Minuten, die Venus an der Stadtkirche St. Michael in knapp 6 Minuten und die Erde am Universitätshauptgebäude in 8,3 Minuten. Den letzten inneren Planeten Mars erreichen Sie nach 12,5 Minuten am Zeiss-Planetarium. Dort sollten Sie sich für den Weg in den äußeren Bereich des Sonnensystems stärken: Zum Jupiter am Angergymnasium benötigen Sie schon 43 Minuten. Von hier zum Saturn am Kuppelgebäude von Carl Zeiss in der Carl Zeiss Promenade sind es 1 Stunde 20 Minuten, zum Uranus an der Lobdeburg-Schule 2 Stunden 40 Minuten. Der äußerste Planet Neptun befindet sich an der Universitätssternwarte bei Großschwabhausen, zu Fuß sind Sie dorthin mindestens 4 Stunden 10 Minuten unterwegs.
Um zum nächsten Nachbarstern, Proxima Centauri, zu gelangen, sollten Sie eine Auszeit nehmen: Sie wären 4,2 Jahre unterwegs.
Der Planetenweg Jena ist eine Gemeinschaftsarbeit des Stadtspeicher Jena e.V., dem Astrophysikalischen Institut mit Universitäts-Sternwarte der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem Zeiss-Planetarium, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Jena mbH und den Institutionen, an denen die Planeten aufgestellt werden.
Projektumsetzung: Stadtspeicher Jena e.V.